[virtuelle Couch] Interview mit Leocardia Sommer

Hallo Ihr Lieben,
 
wie fast jeden Sonntag habe ich auch heute wieder eine ganz liebe und erfolgreiche Autorin bei mir auf 
meiner virtuellen Couch.
Leocardia Sommer hat mittlerweile Erfolge mit 4 Romanen und genau über diese möchte ich heute gerne mit ihr plaudern.
Herzlich Willkommen Leocardia, ich freu mich, dass Du heute bei mir zu Gast bist und mit mir bei Kaffee und Kuchen ein kleines Schwätzchen halten wirst. J
Hallo Beate, es ist toll, bei dir zu sein. Schön hast du’s hier. J
Ich habe einen Erdbeerkuchen gebacken, sehr erfrischend, bei dem tollen Wetter. Ich hoffe doch, dass Du gerne diesen Kuchen isst.
Schau mich an – ich liebe Erdbeeren und Kuchen sowieso. J
 
Jetzt freu ich mich, bei einer leckeren Tasse Kaffee die ersten Fragen stellen zu dürfen.
Na klar, schieß los. J
 
Du hast bevor Du Autorin beim Klarant Verlag wurdest als Indie Autorin veröffentlicht. Wie schwer ist es dadurch sich einen Namen zu machen und Erfolge mit den Büchern zu haben?
Amazon ist für einen Selfpublisher eine tolle Plattform, ein Buch schnell und unproblematisch zu veröffentlichen. Die ersten paar Tage ist das Buch dann auch gut sichtbar, was aber bereits nach wenigen Tagen rapide abnimmt. Kein Wunder bei der Vielzahl der Neuerscheinungen. Es gibt die Möglichkeit, durch die freie Preisgestaltung, Rabattaktionen und durch die Verleihen, die Amazon anbieten, Plätze gutzumachen, sprich Sichtbarkeit zurück zu gewinnen. Natürlich kann man auch professionelle Werbung betreiben, wie Bannerwerbung oder Artikel zu schalten, was aber gerade den Neulingen wegen der Kosten oftmals schwerfällt.
Ich habe Facebook und Leserunden bei Lovelybooks genutzt, um mich ein wenig bekannter zu machen.
 
Hattest Du ein Lektorat zu Deinen Büchern?
(trinkt einen Schluck Kaffee und isst Erdbeerkuchen J )
Eine gute Freundin von mir, die im Verlagswesen tätig war, hat meine Geschichten testgelesen, mir grobe Schnitzer und Logikfehler aufgezeigt, oder auch Änderungen vorgeschlagen. Ein professionelles Korrektorat hatte ich mir eigentlich sparen wollen, aber schnell gemerkt – es geht nicht ohne. Deswegen habe ich investiert, was sich dann unterm Strich auf jeden Fall gelohnt hat.
 
Woher nimmst Du Deine Ideen zu den Büchern? Entstehen sie spontan oder spielt sich die Geschichte schon in Deinem Kopf ab?
Läufst Du immer mit einem Notizblock in der Tasche herum, wenn Dir etwas einfällt?
Die Grundidee einer Geschichte habe ich im Kopf, aber die Story selbst entwickelt sich mit und beim Schreiben. Oftmals geht eine Geschichte völlig andere Wege als ursprünglich gedacht, was mich selbst immer wieder überrascht. Nein, ich laufe nicht mit einem Block durch die Gegend, wobei das manchmal echt nützlich wär‘ – lach. Obwohl, unter der Dusche nutzt ein Block nicht viel. J
Manchmal wache ich nachts auf und ich habe plötzlich eine neue Wendung im Kopf oder mir kommt eine Idee für eine neue, andere Geschichte. Dann schreibe ich mir so schnell es geht, Stichpunkte dazu nieder.
 

Wie entstanden die Bände „Verboten sinnlich“ und „Atemlos verliebt“ und wird es noch einen dritten Band zur Reihe geben?
Ich lese selbst sehr gerne und sehr viel. Im Moment sind mach ich besonders gerne Geschichten, bei denen ein rauer Haufen befreundeter Männer oder Brüder, gefährliche Aufträge erledigen und dabei, wie soll es auch anders sein, interessante Ladies retten und sich natürlich verlieben – lach.
Es gibt einige, wirklich gute Serienromane in dieser Richtung, von denen mich besonders eine Reihe zu der Geschichte von Verboten sinnlich inspiriert hat. Natürlich ist die Geschichte eine völlig andere – lach. Was mir einfach super gefallen hat, war die Kombination aus Spannung, Action, Erotik und Liebe. Genau so etwas wollte ich auch schaffen. Als Verboten sinnlich abgeschlossen war, fand ich es schade, solch tolle Typen wie Matt, Joe, Sidney und all die anderen, einfach in der Versenkung verschwinden zu lassen, deswegen habe ich mit Atemlos verliebt ihre Geschichte weitererzählt. Momentan schreibe ich gerade am dritten Teil, der hoffentlich bald abgeschlossen sein wird.
 
Wie entstand „Sarah in Love“? Das ist sehr gefühlvoll und erotisch und Sarah ist nicht gerade das Topmodel. Warum haben Deine Protagonisten immer ein paar Pfunde zu viel?
Die Idee, eine Geschichte zu schreiben, bei der sowohl die Protas als auch die Geschichte „normal“, also aus dem Leben gegriffen sind, kam mir beim Schreiben von Verboten sinnlich. Da spielt ja die schon üppige, freche Tammy den Hauptpart der Geschichte und die Männer sind verrückt nach ihr – trotz ihrer Pfunde.
Sarah zu schreiben, war eine Herzensangelegenheit, sie ist quasi meine kleine Schwester. In den meisten, anderen Geschichten, vor allem im Erotik – Genre sind die Protagonisten immer supersexy, super durchtrainiert und vor allem SCHLANK. Ich selbst war noch nie schlank und werde es in diesem Leben 
auch nicht mehr werden – lach. Irgendwann ging es mir gegen den Strich, ständig nur von perfekt geformten, langbeinigen, langhaarigen Topmodels zu lesen, und beschloss, mit diesem Klischee zu brechen.
Guten Sex gibt es auch jenseits der Kleidergröße 48. J
 
Jetzt gibt ja auch ein Buch über Evi, bei „Runde Tatsachen“. Sie war schon im ersten Band kurz zu sehen und hat jetzt ihre eigene Geschichte „Evi startet durch“.
Der Erfolg des Buches knüpft an das erste Buch fast schon wieder an. Wie erklärst Du Dir das, das Deine Bücher so gerne gelesen werden? Ich persönlich mag an Deinen Büchern, dass Deine Protagonisten eben nicht Vorzeigepüppchen sind, sondern eben aus dem wahren Leben.
Lach – Du sprichst genau dass an, was ganz viele meiner Leserinnen mir bereits bestätigt haben. Sie lieben Sarah, eben weil sie nicht schlank ist, ihre Brüste mit der Schwerkraft zu kämpfen haben und ihre Schenkel 
zu dick sind. Sie ist eine normale Frau mit Alltagsproblemen, wie sie Millionen Frauen sehr gut kennen. Ich glaube, dass sehr viele Frauen sich mit ihr identifizieren können, sich in ihr wiederfinden.
 
Welches Gefühl war es beim Klarant Verlag einen Vertrag in der Hand zu haben? Der Klarant Verlag hat auch alle 4 Erscheinungen neu verlegt und Du sie zusätzlich noch einmal toll vermarkten kannst.
Ich war total hibbelig und geflasht, als ich das Kuvert mit den unterschriebenen Verträgen zur Post gebracht habe. Es war ein tolles Gefühl und gleichzeitig sehr aufregend – lach – dass ist es jetzt ja immer noch. Eine spannende Reise…
 
Mit „Evi“ läuft derzeit noch die Bewerbungsrunde zu, die am Montag endet und sich dann Deine Lieblingsleser mit Dir über das Buch freuen dürfen.
Ich hab gesehen, dass sehr viele Bewerberinnen auch schon bei „Sarah in Love“ dabei waren. Freut Dich so etwas dann noch einmal mehr mit „Alten“ Bekannten das Buch zu besprechen?
Aber hallo! Viele der Frauen habe ich über Lovelybooks kennen gelernt und halte heute noch den Kontakt über Facebook zu ihnen. Ich freue mich riesig darauf, mich mit den Mädels austauschen zu können und bin gespannt auf ihre Meinung zu Evi.
 
Hast Du früher schon als Kind viel gelesen?
Wann war es Dir bewusst, dass Du unbedingt ein Buch schreiben möchtest?
Ich habe mit fünf Jahren mein allererstes, richtiges Buch bekommen. Es war ein Schneider-Buch und zwar Hanni und Nanni. Danach konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen und habe mir immer wieder neue Bücher gekauft, bis meine Mama mich schließlich in der Bücherei angemeldet hat – lach. Als ich mit 13 die Geschichten vom Geisterjäger John Sinclair verschlungen haben, dachte ich – dass kannst du auch, und schrieb eine Kurzgeschichte über John, Jane und ihre Freunde. Leider habe ich bis heute nichts mehr vom Verlag gehört, was mich als Teenager sehr enttäuscht hat. Wahrscheinlich blieb es deswegen bei dem einen Versuch, bis ich vor fünf Jahren dann die Idee zu Verboten sinnlich hatte.
 
Hast Du auch, wie viele andere Autoren, Schubladenmanuskripte?
Ganz ehrlich – nein?
 
Bist Du Vollzeitautorin oder hast Du noch einen Brotjob?
(zuerst einen Schluck Kaffee)
Lach – Brotjob hört sich super an. Ja, ich arbeite nebenher Vollzeit als Kundebetreuerin in einem mittelständischen Mineralölunternehmen.
Gelernt habe ich Groß- und Außenhandelskauffrau. 

Du schreibst ja unter einem Pseudonym. Wie kamst Du denn auf Deinen Namen und warum schreibst Du nicht unter Deinem realen Namen?
Meine Bücher sind alle sehr erotisch und direkt geschrieben. Deswegen dachte ich daran, ich sollte gerade für dieses Genre ein Pseudonym verwenden. Ich habe den Vornamen meiner Schwiegermutter mit einer Jahreszeit kombiniert und schwupps – Leocardia Sommer war geboren. J
 
Welche Bücher liest Du denn gerne?
Erotik-Thriller, Liebesgeschichten und ab und an mal ein wenig harten Thriller – Stoff, der schon fast an Horror grenzt – zwinker.
 
Hast Du einen festen Arbeitsplatz zu Hause, wenn Du schreibst?
Wann schreibst Du am liebsten? Hörst Du Musik dabei oder muss es still um Dich herum sein?
Ich sitze in meinem Ankleide- und Arbeitszimmer am Laptop, wann immer es die Zeit zulässt. Eine feste Tageszeit gibt es dabei nicht, weil ich nicht immer zur gleichen Zeit Lust zum Schreiben habe. Beim Schreiben höre ich im Zimmer keine Musik, allerdings werde ich durch den Fernseher oder das Radio meines Mannes beschallt – lach.
 
Liebe Leocardia, dass war es. Ich danke Dir vielmals, dass Du mit mir den Nachmittag verbracht und mir brav meine Fragen beantwortet hast. Es hat mir unheimlich gut gefallen, etwas mehr über Dich erfahren zu haben.
Ich wünsche Dir noch sehr viel Erfolge, bleib wie Du bist und vor allem gesund.
Danke Beate, mir hat das Interview auch sehr viel Spaß gemacht. Ich fands toll, mit dir zu plaudern und jetzt werde ich den Rest meines Kuchens vernaschen. J

Wer noch mehr über Leocardia Somnmer erfahren möchte, kann dies gerne mit den unten genannten Links:
Klarant Verlag 
Facebook
Facebook Autorenseite
LovelyBooks
Amazon


So Ihr Lieben da draußen, ich hoffe, dass Euch das Interview genauso gut gefallen hat wie mir.
Ich wünsche Euch allen noch einen schönen Restsonntag.
 
Eure Beate
Quelle: http://beatelovelybooks.blogspot.de/2014/05/virtuelle-couch-interview-mit-leocardia.html